Hornhautverformung (Keratokonus)

Unter Keratokonus versteht man eine kegelförmige Verformung bzw. Vorwölbung der Hornhaut, die oft mit deren Verdünnung einhergeht. Durch den Augeninnendruck verwölbt sich die Hornhaut an den dünneren Abschnitten stärker als an den dickeren. Wissenschaftliche Untersuchungen sind sich über die Ursachen nicht vollständig einig. Eine genetische, also erbliche Komponente, gilt als sehr wahrscheinlich. Verbindungen mit anderen Krankheiten sind durchaus möglich, aber noch nicht bewiesen.
Die aus dem Keratokonus resultierenden Sehstörungen können in vielen Fällen durch formstabile Kontaktlinsen behoben werden. Darüber stellt sich das UV-Cross-Linking-Verfahren (CXL) als erfolgreiche Therapie heraus; hierbei handelt es sich um eine Vernetzungsbehandlung der Hornhaut, bei der die weiche Hornhaut mittels "Brückenbildung" im Hornhautgewebe versteift und der Keratoknus zumindest aufgehalten wird. Auch eine Hornhautverpflanzung kann in bestimmten Fällen in Betracht kommen.