Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

(siehe auch „Patienteninformation – gesunde Augen“):

Eine gleichmäßige Krümmung kennzeichnet die normale Hornhaut. Es können jedoch – oftmals angeborene oder durch Wachstum bedingte – Hornhautverkrümmungen auftreten, die die Lichtstrahlen auf der Netzhaut nicht als Punkt, sondern wie einen Strich darstellen. Bei diesem Astigmatismus (oder auch: Stabsichtigkeit) liegt ein Brechungsfehler vor, der sich in der Regel durch Brillen, Kontaktlinsen oder mithilfe einer refraktalen Operation beheben lässt.

Der Astigmatismus kann mit Brille, Kontaktlinsen und refraktiver Operation korrigiert werden.

  • Brille: Der Astigmatismus wird mit torischen Linsen, sog. Zylindergläsern, korrigiert. Die torische Linse bildet das parallel ankommende Licht auf der Netzhaut scharf und punktförmig ab. Die Stärke der Zylindergläser wird bei Astigmatismus in Dioptrien mit vorgestelltem Minus angegeben. Die Gläser sind mit der Abkürzung „cyl.“ gekennzeichnet.
  • Kontaktlinsen: Eine Korrektur des Astigmatismus ist auch durch Kontaktlinsen möglich. Nach Vermessung der Brechkraft des Auges, der Hornhautoberfläche und Untersuchung des Auges wählt der Augenarzt unter verschiedenen Kontaktlinsenarten die für das Auge geeignete Kontaktlinse aus und passt sie an. Es können abhängig von der Stärke des Astigmatismus normale oder torische formstabile Kontaktlinsen angepasst werden. Bei flexiblen Kontaktlinsen empfehlen sich ab einem gewissen Grad der Hornhautverkrümmung torische Linsen. Wenn das Auge für Kontaktlinsen geeignet ist und die Pflegehinweise sowie die regelmäßigen Kontrolltermine eingehalten werden, können Kontaktlinsen über lange Zeit getragen werden.
  • Operative Verfahren: Eine operative Korrektur des Astigmatismus ist sinnvoll, wenn dem Fehlsichtigen das Tragen von Brille oder Kontaktlinsen aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich ist. Refraktive Operationsverfahren haben heute einen hohen Qualitätsstandard. Abhängig von der Ausprägung der Weitsichtigkeit empfiehlt der Augenarzt eine geeignete Operationsmethode. Dafür sind eine umfassende Untersuchung des Auges und eine kompetente Aufklärung eine wichtige Voraussetzung für den Operationserfolg.