Linsentrübung (Katarakt, Grauer Star)

Wenn das wahrgenommene Bild matt und verschleiert wird, das Sehvermögen nachlässt, Farben ihre Klarheit verlieren und das Blendungsgefühl zunimmt, kann eine Trübung der Linse (Katarakt) vorliegen. Dieses auch „Grauer Star“ genannte Krankheitsbild kann durch unterschiedliche Ursachen und mit unterschiedlicher Ausprägung – nicht nur im höheren Alter – auftreten.

Wenn das Sehvermögen für die täglichen Anforderungen nicht mehr ausreicht und durch eine Brillenanpassung nicht befriedigend verbessert werden kann, ist eine Kataraktoperation möglich. Eine rein medikamentöse Therapie gibt es nicht. Die Katarakt-Operation ist der am häufigsten vorgenommene chirurgische Eingriff in der gesamten Medizin. Sie ist nachweisbar mit geringsten Risiken verbunden und in aller Regel sehr erfolgreich. Die Patienten können nicht nur wieder klar sehen. Auch vorher bestehende Fehlsichtigkeiten können reduziert oder gar behoben werden. Die Operation erfolgt heute in vier von fünf Fällen ambulant. Dabei wird die eingetrübte Linse unter örtlicher Betäubung mit Ultraschall zerkleinert und dann mithilfe eines Spül-Saug-Instruments entfernt (Phakoemulsifikation). Die künstliche Linse (Intraokularlinse) wird in den Kapselsack implantiert. Der zur Linsenentfernung und Implantation erforderliche Hornhautschnitt ist sehr klein; er verschließt sich von selbst und muss somit nicht genäht werden.

Vorsorge-Tipp:

Die Trübung der Linse ist ein schleichender, oft unbemerkter Prozess. Im fortgeschrittenen Stadium gefährden Menschen mit Linsentrübung sich selbst und ihre Mitmenschen zum Beispiel im Straßenverkehr. Daher sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unbedingt zu empfehlen.

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